Sonntag, 25. Januar 2015

Wir sind umgezogen!

Dieses Artikel-Archiv wurde in das Newsportal selbstbestimmung.ch integriert. Sie finden uns und die laufend aktualisierte Artikelsammlung dort ab sofort unter dem Titel "Schweizer Pflegeskandale – Virtuelles Archiv und Mahnmal".

Dieser Blog wird somit nicht mehr aktualisiert.

Freitag, 10. Januar 2014

Getötete Seniorin: Heim wusste nichts von Ermittlungen

Eine Pflegerin und deren Bekannte sollen eine Seniorin im Alterszentrum Hochweid in Kilchberg getötet und ausgeraubt haben. Von den Ermittlungen gegen die Pflegerin wusste das Heim lange nichts.

Die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich führt gegen eine Mitarbeiterin des Alterszentrums Hochweid in Kilchberg und eine nicht dort arbeitende Bekannte ein Verfahren wegen vorsätzlicher Tötung und Raub.

Die beiden mutmasslichen Täterinnen stehen im Verdacht, eine Bewohnerin des Zentrums ausgeraubt und dabei getötet zu haben. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 2013 soll sich eine Mitarbeiterin des Alterszentrums Hochweid in Kilchberg zusammen mit einer Bekannten Zutritt zur Wohnung einer 88-jährigen Bewohnerin verschafft haben, in der Absicht, aus der Wohnung Wertgegenstände und Geld zu behändigen. Dabei sollen die beiden Frauen mit körperlicher Gewalt derart auf die betagte Schweizerin eingewirkt haben, dass diese verstarb. Die beiden Schweizerinnen sind laut Staatsanwalt Matthias Stammbach grundsätzlich geständig, «eine Raubstraftat begangen zu haben».

Grenzkontrolle führte zu Täterinnen

Dass der Fall aufgedeckt werden konnte, ist reiner Zufall: Anlässlich einer Grenzkontrolle eines Mannes einen Tag nach der Tat, konnte Deliktsgut aus dem Raub sichergestellt werden. Dieses führte die Kantonspolizei Zürich zu den mutmasslichen Täterinnen. Der kontrollierte Kroate ist laut Staatsanwalt Stammbach «mit den beiden Frauen bekannt». Sie wurden bereits im November 2013 verhaftet.

Laut Zita Ochsner, Leiterin des Alterszentrums, war die beschuldigte Pflegerin Anfang 2013 als Nachtschwester im Hochweid eingestellt worden. Fachlich sei die 30-Jährige gut gewesen, es habe positive Rückmeldungen gegeben, wie Ochsner auf Anfrage der sda sagte.

2013 habe es jedoch eine Häufung von Diebstählen im Alterszentrum gegeben. Die Heimleitung habe deshalb die Polizei eingeschaltet, obwohl die Bewohner auf eine Anzeige verzichtet hätten. Danach hätten die Diebstähle aufgehört.

Zum Zeitpunkt des Tötungsdeliktes war die beschuldigte Nachtschwester nicht im Dienst. Sie hatte sich laut Ochsner am 27. Oktober krank schreiben lassen. Offensichtlich habe sie jedoch einen Schlüssel zur Wohnung des Opfers besessen. «Im Notfall müssen die Nachtschwestern schnell in die 48 Wohnungen gelangen können».

Die getötete Seniorin sei am Morgen des 10. Novembers von ihrer Tochter entdeckt worden, erklärt Meier: «Ob sie zu diesem Zeitpunkt schon tot war oder nicht, ist unklar.» Die Tochter alarmierte den Notruf 144. Die ausgerückten Sanitäter schöpften Verdacht und klassierten den Fall der Verstorbenen als «aussergewöhnlichen Todesfall», was eine Obduktion zur Folge hatte. Dass in der Wohnung Schmuck fehlte, stellte die Tochter der Verstorbenen aber nicht auf Anhieb fest.

Bezirksrat nicht informiert

Armin Steinmann (SVP), Bezirksratspräsident des Bezirks Horgen, erklärt auf Anfrage, weder über den Todesfall im Alterszentrum Hochweid noch über die staatsanwaltschaftliche Untersuchung informiert zu sein. «Das Altersheim müsste uns laut Gesetz über besondere Vorkommnisse unterrichten.» Dies sei seit November nicht geschehen.

Der Bezirksrat, welchem die Kontrolle über Altersheime obliegt, werde nun «auf jeden Fall» aktiv. «Wir müssen die Situation nun überprüfen.» In diesem Zusammenhang würden auch Fragen der Sicherheit genau unter die Lupe genommen. «Derzeit können wir aber noch nicht sagen, ob und welche Massnahmen ergriffen werden müssen.»

Laut Stiftungsratspräsident Meier hatte das Alterszentrum bisher aber keine Kenntnis davon, dass die Staatsanwaltschaft wegen einer vorsätzlichen Tötung ermittelt. Nach der Obduktion der Frau, sei ihre Leiche für die Beerdigung freigegeben worden: «Wir gingen deshalb von einem normalen Todesfall aus». Erst diese Woche habe man von den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft erfahren.

Die Leitung des Alterszentrums Hochweid hat mit Bestürzung auf den gewaltsamen Tod der Heimbewohnerin reagiert. «Wir sind erschüttert und sprechen den Angehörigen unser tiefstes Beileid aus», heisst es in einer Mitteilung.

Keine Hinweise auf weitere Verbrechen

Stiftungsrat und Zentrumsleitung seien sich bewusst, dass das «ausserordentlich tragische Ereignis» das Vertrauen in die Institution belasten könne. Die sofortige Nachforschung und Überprüfung aller Todesfälle im letzten Jahr hätten keine Hinweise auf weitere ungewöhnliche Vorfälle ergeben.

Auch während der Anstellung der als Täterin beschuldigten Pflegerin habe nichts auf ein deliktisches Verhalten schliessen lassen. Alle internen Abläufe würden jedoch nochmals sorgfältig überprüft. «Im Moment sehen wir keine Massnahmen, mit denen diese Tat zu verhindern gewesen wäre», heisst es in der Mitteilung.

Die Staatsanwaltschaft IV führt gegen die Haupttäterinnen ein Strafverfahren wegen vorsätzlicher Tötung und Raub. Gegen die weitere Person wurde ein Verfahren wegen Begünstigung und Hehlerei eröffnet. Das Zwangsmassnahmengericht Zürich hat für alle drei Beschuldigten auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft angeordnet.

Quelle: Tages Anzeiger

Mittwoch, 18. September 2013

Urteil des Bezirksgerichts Zürich: Sexueller Missbrauch im Jugendheim

Ein knappes Jahr lang hatte der Mitarbeiter eines Zürcher Jugendheimes sexuelle Kontakte mit einer deutlich jüngeren, von ihm betreuten Heimbewohnerin gepflegt. Das Bezirksgericht verurteilt ihn zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten.

brh. Er spricht von einer Liebesbeziehung und von gegenseitig gewünschten sexuellen Kontakten, doch vom Bezirksgericht Zürich hat er am Dienstag in aller Deutlichkeit erfahren müssen, dass ein solches Verhalten gegenüber einer jungen, kranken Heimbewohnerin nicht nur gesellschaftlich verpönt ist, sondern auch gegen das hiesige Strafrecht verstösst.

Der heute 54-jährige Sozialpädagoge und Teamleiter wird wegen mehrfacher sexueller Handlungen mit Anstaltspfleglingen sowie wegen sexueller Nötigung schuldig gesprochen und zu 20 Monaten Freiheitsstrafe bedingt verurteilt. Vom Vorwurf der Vergewaltigung wird der inzwischen arbeitslose Schweizer freigesprochen, und das Gericht sieht sowohl von einem Berufsverbot als auch von der Abnahme einer DNA-Probe ab. Seinem Opfer, einer Frau, die fast dreissig Jahre jünger ist, muss er eine Genugtuung von 8000 Franken bezahlen.

Jahrelang sexuell missbraucht

Die Frau war als 19-Jährige in eine Institution der Stiftung Zürcher Kinder- und Jugendheime eingetreten, weil sie sich in einem psychisch sehr labilen Zustand befand. Sie war von ihrem fünften Lebensjahr an von einem Onkel über Jahre hinweg sexuell missbraucht worden, hatte sich zu einer Anzeige durchgerungen und hielt die dadurch entstandenen Spannungen im Elternhaus nicht mehr aus. Im Heim fand sie Ruhe und Geborgenheit und fasste vor allem Vertrauen zu ihrem Teamleiter, der für sie eine Art Vaterrolle einnahm.

Aus der gegenseitigen Zuneigung entwickelte sich eine Liebesbeziehung mit regelmässigen sexuellen Kontakten, die bis zum Heimaustritt der Frau andauerten, ein knappes Jahr lang. Erst nach der Beendigung ihrer Beziehung zum Teamleiter äusserte die junge Frau, die sexuellen Kontakte nur aus der Angst geduldet zu haben, die Freundschaft und Zuneigung dieser wichtigen Bezugsperson zu verlieren.

Abhängigkeit ausgenützt

Das Bezirksgericht glaubt ihren Schilderungen und geht von der Ausnützung einer Abhängigkeitssituation aus. Der Sozialpädagoge seinerseits gibt die sexuellen Kontakte zu und weiss, dass er gegen die Heimordnung verstossen hat – seiner Auffassung nach machte er sich jedoch nicht straffällig, weshalb er einen Freispruch fordert.

Der Gerichtsvorsitzende führte in seiner mündlichen Urteilsbegründung aus, der Betreuer habe aufgrund seiner Ausbildung gewusst, dass sich Frauen mit solchen Missbrauchserfahrungen nicht adäquat verhalten könnten und dass es in seiner alleinigen Verantwortung gelegen sei, sexuelle Kontakte zu verhindern. Es habe sich nicht um eine Liebesbeziehung zwischen zwei erwachsenen, gesunden Menschen gehandelt.

Urteil DG130140 vom 17.09.13, noch nicht rechtskräftig.

Quelle: NZZ

Donnerstag, 5. September 2013

Erniedrigung in ausserrhoder Altersheim



In einem Altersheim in Rehetobel im Kanton Appenzell Ausserrhoden haben Angestellte einen männlichen Bewohner mit Frauenkleidern gedemütigt. Fünf Mitarbeiterinnen wurden entlassen.

Kommentar von selbstbestimmung.ch: "Einerseits hat die Heimleitung die beteiligten Pflegekräfte korrekterweise fristlos entlassen. Andererseits hat man darauf verzichtet, den Fall zu melden, um das berufliche Fortkommen der Täterinnen nicht zu gefährden. Diese täterfreundliche Politik ist leider ganz typisch für Alten- und Behinderteneinrichtungen und erklärt, wie sich der Sozialtherapeut Hansjürg S. fast 30 Jahre lang unbehelligt an behinderten Kindern vergehen konnte."

Quelle: Schweiz Aktuell

Montag, 15. Juli 2013

Sexueller Missbrauch: Schulen, Firmen und Heime schauen im Ernstfall oft weg

Eine Ärztin und eine Opferanwältin kritisieren, dass Schulen, Firmen und Heime bei Missbräuchen zu oft wegschauen. Jetzt fordert die Stiftung Linda eine Meldestelle für Übergriffe. Der Kanton kann als Vorbild dienen. von Aline Wüst

Verena van den Brandt ist eine kleine Frau. Der Arztkittel ist ein bisschen zu gross. Das passt – diese Frau denkt gross, für manche zu gross. Die Ärztin kämpft gegen sexualisierte Gewalt.

Das finden alle gut. Keiner ist dafür, dass ein Lehrer sich an einer Schülerin vergreift. Die Bevölkerung will härtere Bestrafung für Sexualstraftäter. Politiker fordern eine öffentliche schwarze Liste. Es gibt die lebenslange Verwahrung.

Der Täter ist in der öffentlichen Diskussion weit weg. Schwierig wird es dann, wenn es der Vater, der eigene Arzt, der beliebte Lehrer oder Chef ist. Ganz nah ist er dann plötzlich.

So nah, dass man ihn übersieht. Da setzt die kleine Ärztin an. Sie sagt: «Die Bevölkerung muss wahrnehmen, dass sexualisierte Gewalt auch dort vorkommt, wo wir sie nicht vermuten.» Und die Gesellschaft müsse akzeptieren, dass Missbrauch allgegenwärtig sei und nicht die Ausnahme.

Zwei Millionen Schweizer haben sexuelle Grenzverletzungen erlebt. Die meisten davon finden im häuslichen Umfeld statt. Die Schlussfolgerung ist unangenehm. Zu Opfern gehören Täter.

In einer Broschüre der Stiftung Linda, die Verena van den Brandt vor vier Jahren gegründet hat, steht: «Die Wahrscheinlichkeit ist leider gross, dass es in Ihrem Freundeskreis einen Sexualstraftäter gibt.»

Einer von vier Übergriffen passiert innerhalb von Abhängigkeitsbeziehungen: in Heimen, Schulen, im Gesundheitswesen, Kirchen oder beim Sport.

Von hundert Fachleuten werden drei bis vier zu Tätern. Man muss realistisch sein: Das ist eine Minderheit. Doch sie richtet grossen Schaden an – bei den Opfern und bei den Berufskollegen.



Ein 17-jähriges Mädchen geht zum Arzt wegen eines Ausschlags am Hals. Er fragt sie, ob er ihr vorne in den Pulli schauen dürfe. Er sagt: «Sie haben schöne Brüste. Sie müssten sich einmal fotografieren lassen. Ich würde das gern machen, ich habe früher viel fotografiert.»



Verena van den Brandt hat ein Trampolin in ihrer Praxis. Dort hüpft sie in ruhigen Minuten, um sich zu entspannen. Die Ärztin behandelt Menschen, die an Magen- oder Darmleiden erkrankt sind.

Und manchmal ist nicht der Magen das Problem, sondern das, was auf den Magen schlägt. Über diesen Umweg hat die Ärztin von Übergriffen erfahren.

Das Schlimme sei, dass Opfer aus Scham so lange nicht darüber sprechen, sich selbst die Schuld geben, alles in sich hineinfressen und deshalb krank werden, sagt van den Brandt.

Stiftung fordert Meldestelle

Die Stiftung Linda fordert eine Meldestelle für Übergriffe. Missbrauch soll registriert werden. Die Stelle müsse sofort intervenieren, genauso wie es bei ansteckenden Krankheiten längst üblich ist.

«Sonst können Täter ungehindert weitermachen.» Täter müssten aber auch therapiert werden. Anders als bei anderen Sexualstraftätern sind Fachtäter gut therapierbar.

Die Rückfallquote beträgt nach einer Therapie nur noch ein Prozent. Ohne Therapie werden Täter im beruflichen Umfeld zu 80 Prozent rückfällig.

Unterstützt wird dieses Anliegen auch von der Aargauer Ständerätin Christine Egerszegi. Die Politikerin hat amtshalber auch schon Erfahrungen mit sexueller Gewalt gemacht. Es war der Leiter einer Abteilung in einer Klinik, der wegen einer solchen Tat verhaftet wurde.

Erst als der Mann weg war, meldeten sich viele Frauen, die von ihm belästigt worden sind.

In der Schweiz ist jeder Arbeitgeber und jede Schule gesetzlich dazu verpflichtet, Arbeitnehmer und Kinder vor sexueller Gewalt zu schützen. Um dieser Pflicht nachzukommen, müsse man jederzeit auf einen Vorfall gewappnet sein, sagt van den Brandt.

Es bringe nichts, irgendein Papier in der Schublade zu haben, auf dem stehe, dass man gegen sexuellen Missbrauch sei. Jede Institution müsse genau durchexerzieren, was in einem konkreten Fall zu tun sei – wie bei einer Feuerwehrübung.

Und weil sich die Opfer fast nie meldeten, müsse man nach ihnen suchen. «Die Schule ist sonst ein gefährlicher Ort für ein Kind», sagt Verena van den Brandt.



In Merenschwand missbraucht ein Reallehrer einen Schüler. Erst acht Jahre später meldet sich das Opfer bei der Polizei.



Auf Anfrage legen drei Aargauer Schulen teilweise offen, was sie tun, um ihre Schüler vor Übergriffen zu schützen. Es gibt Vereinbarungen, die Lehrer unterzeichnen müssen, Schülerbefragungen, die Ungereimtheiten aufzeigen sollen, und Merkblätter.

Verena van den Brandt reicht das nicht. «Die Haltung muss sich ändern.» Die Schulen müssten sagen: «Klar kann das bei uns vorkommen, aber wir schauen hin und handeln gezielt.»

Keine Schule und kein Unternehmen müsse sich für einen Missbrauchsfall schämen. «Schämen muss man sich nur, wenn man nicht hinschaut.» Denn wer hinschaut, kann womöglich Schlimmeres verhindern.

Dass Schulen bei einem konkreten Fall überfordert sind und wegschauen, hat Opferanwältin Yvonne Meier aus Baden schon erlebt: «Schulen decken im Ernstfall womöglich die eigenen Lehrer, weil sie nicht wissen wie reagieren.»

Die Anwältin erzählt von einem Aargauer Fall, bei dem mehrere Lehrer bei der Schulleitung einen Kollegen meldeten, der sich an Schülern verging. Der Schulleiter tat nichts – er war überfordert.

«Es ist fatal, wenn ein Kind sich traut, etwas zu sagen, und dann die Mechanismen nicht greifen», sagt Meier.

Schulen sind überfordert

Die Opferanwältin sieht darum Handlungsbedarf. Sie sagt, was auch van den Brandt sagt: «Eine Schule muss genau wissen, was bei einem Übergriff zu tun ist, wer die Ansprechpersonen sind.»

Heute sei das Vorgehen oft nicht klar. Yvonne Meier rät den Opfern meistens zu einer Anzeige, auch wenn es schwierig sein kann, den Übergriff vor Gericht zu beweisen. Es sei wichtig, dass der Täter aktenkundig sei, ausserdem könne auch ein psychologischer Bericht als Beweismittel dienen.

Eine Anzeige müsse nicht zwingend sofort nach der Tat erfolgen – je früher aber, desto besser.



In einem Aargauer Heim missbraucht ein Betreuer zwei Kinder. Als sich eine Mutter meldet und ihren Verdacht äussert, soll eine Mitarbeiterin des Heims gesagt haben: «So ein Seich.» Später wird klar: Der Betreuer missbrauchte während 29 Jahren über 114 behinderte Kinder.



Vorbildlich schützt der Kanton seine Angestellten. Dort existiert ein Konzept, das detailliert aufzeigt, wie das Vorgehen ist.

Ausserdem werden die Vorgesetzten speziell geschult und Mitarbeiter regelmässig darauf aufmerksam gemacht.

Das ist auch aus finanzieller Sicht sinnvoll. Der Fall der missbrauchten Kinder in einem Aargauer Heim hat mehrere Hunderttausend Franken gekostet.

Das sollte auch andere Unternehmen aufrütteln. Eine grosse Firma sagt auf Anfrage:

«Wir haben diesbezüglich nie schlechte Erfahrungen gemacht.» Das Staatssekretariat für Wirtschaft kam aber in einer Studie zum Ergebnis, dass jede dritte Frau und zehn Prozent aller Männer in ihrem Erwerbsleben mindestens einmal sexuell belästigt werden.

Im Kantonsspital Aarau schätzt man die Gefahren realistischer ein. Der Mediensprecher sagt auf Anfrage, dass man sich beim Kantonsspital Aarau bewusst sei, dass bei 3800 Mitarbeitern sexuelle Grenzverletzungen nicht restlos verhindern werden könnten.

Was Verena van den Brandt noch wichtig ist: Über Missbrauch zu sprechen. «Spricht man darüber, kennt plötzlich jeder ein Opfer», sagt sie.

«Er war mein Chef, was sollte ich sagen?»

Maria Rütimann* wollte diesen Büro-Job. Die notwendige Fortbildung hatte die 50-jährige Krankenpflegerin zwar nicht, doch man gab ihr eine Chance.

Der Teamleiter war nett. Er sagte: «Du kannst das. Komm, ich zeig es dir.» Irgendwann fing er an, sie auszuspionieren. Eines Tages schickte er sie runter ins Archiv. Er kam nach, zog sie an sich, berührte sie. Sie wehrte sich. Er sagte: «Du willst das doch auch.» Sie sagte niemandem etwas. Kurze Zeit später rief er sie an seinen Arbeitsplatz. Sie sollte ihm etwas übersetzen. Sie tat es, stand neben ihm. Er fasste ihr an den Hintern, an die Oberschenkel. Sie sagte nichts. «Er war mein Chef, was sollte ich tun?» Im Büro sassen ihre Arbeitskolleginnen. Sie schämte sich. Heute – zehn Jahre später – weiss sie, was sie damals hätte sagen wollen: «Nimm deine Dreckspfoten von meinem Arsch.» Heute nennt Rütimann die Dinge beim Namen. Die Belästigung ging weiter. Irgendwann getraute sie sich und zog einen Vorgesetzten ins Vertrauen. Er nahm sie nicht ernst. Sie litt. Intervenierte beim Leiter des Unternehmens. Auch dort half ihr niemand. Nur eine Arbeitskollegin, die das Gebaren des Vorgesetzten gesehen hatte, unterstütze sie. Als der Teamleiter davon erfuhr, dass Rütimann sich beschwerte, begann er sie zu mobben. Es ging ihr schlecht. Sie wurde krankgeschrieben. Später verlor sie ihre Stelle. Die Kollegin, die ihr half, kurze Zeit später auch – wegen Umstrukturierung. Der Täter blieb. Rütimann nahm sich eine Anwältin. Die riet ihr von einer Anzeige ab:  «Die machen Sie fertig vor Gericht, wollen Sie sich das antun?» Der Vorfall ist zehn Jahre her. Er prägt Rütimann noch heute.

 *Name Geändert

Quelle: az Aargauer Zeitung

Mittwoch, 12. Juni 2013

Das unbequeme Thema «Altenpflege»

Zürich - Betagte, die im häuslichen Umfeld betreut und gepflegt werden, sind häufig Opfer von Misshandlungen. Oft sei dies Ausdruck von Überforderung und Hilflosigkeit der Angehörigen, hiess es an einer Medienorientierung der Unabhängigen Beschwerdestelle für das Alter ZH/SH.

Genaue Zahlen gebe es für die Schweiz zwar nicht, aufgrund von repräsentativen Befragungen in Nachbarländern könne davon ausgegangen werden, dass auch hier etwa jeder fünfte alte Mensch psychische oder physische Gewalt erlebe, sagte Albert Wettstein, Präsident der UBA-Fachkommission. Im Kanton Zürich seien es jährlich fast 70'000 Fälle.

Neben körperlicher und seelischer Gewalt gehöre auch Vernachlässigung zu den Formen der Misshandlung von alten Leuten. Sie geschehe in allen Schichten, Männer und Frauen seien gleichermassen betroffen.

In den letzten Jahren habe die Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter (UBA) vor allem Fachleute und Laien für das «unbequeme Thema» sensibilisiert, sagte UBA-Präsidentin Monika Stocker. Aktuell liege der Fokus auf pflegenden und betreuenden Angehörigen.

Ohne «moralischen Finger»

Es sei normal, wenn diese an Grenzen stossen, insbesondere wenn sie bei dieser Aufgabe allein gelassen würden, sagte die frühere Stadtzürcher Sozialvorsteherin. Sie fordert deshalb ein flächendeckendes und umfassendes Unterstützungssystem für die pflegenden Angehörigen.

Die UBA ZH/SH versteht sich als wichtigen Teil dieses Unterstützungssystems. Sie leiste kostenlos, unkompliziert, professionell «und ohne moralischen Finger» Hilfestellung bei Konflikten, die in der Betreuung von alten Menschen entstehen, sagte Stocker.

Niederschwelliges Angebot

Laut UBA-Geschäftsführerin Brigitta Bhend ist die niederschwellige Anlaufstelle eine gute Ergänzung zu anderen Beratungsstellen sowie zu kantonalen und städtischen Ombudsstellen. Wenn es um Fälle im privaten Bereich gehe, werde die unabhängige Stelle oft der staatlichen Stelle vorgezogen.

Die Beschwerdeführenden werden von ehrenamtlich für die UBA tätigen Fachpersonen aus den Bereichen Medizin, Pflege, Versicherungen und Recht in erster Linie beraten und begleitet, um selbst die nötigen Schritte unternehmen zu können. Bei rund 60 Prozent der Beschwerden gelinge es, eine für alle Beteiligten annehmbare, einvernehmliche Lösung zu finden.

In rund fünf Prozent der Fälle werden - in Absprache mit den Beschwerdeführenden - übergeordnete Instanzen benachrichtigt oder rechtliche Schritte eingeleitet.

Quelle: news.ch

Missstände in Altersheimen: Das können Sie tun

Der Experten-Chat und die vielen Publikumsreaktionen zeigen: In vielen Alters- und Pflegeheimen läuft es nicht rund. Unter anderem meldeten sich viele Pflegepersonen, die auf Missstände aufmerksam machen wollten. «Espresso» hat mit dem Experten Albert Wettstein das Wichtigste zusammengefasst.

«Kassensturz» und «Espresso» haben darüber berichtet: Viele Heimbewohner werden schlecht betreut, ihr Alltag ist schier unerträglich. Dass es nicht läuft wie es sollte, zeigten auch die vielen Fragen im Expertenchat und die Reaktionen im Internetforum.

«Espresso» hat mit Albert Wettstein, Alt-Stadtarzt und Leiter der Unabhängigen Beschwerdestelle für das Alter UBA, die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Expertenchat  zusammengefasst.

Auffallend ist, dass sich viele Pflegende gemeldet haben. Sie berichteten, dass in ihrem Heim ebenfalls Missstände herrschen und sie dies auch den Vorgesetzten gemeldet hätten. Doch es passiert nichts.

Albert Wettstein, was raten in einem solchen Fall?

Wenn die internen Wege nichts bringen, dann muss man einen externen Weg suchen. In gewissen Kantonen wurden spezielle Ombudsstellen eingerichtet. Andere Kantone haben die Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter, wo die Fälle von Fachleuten mit jahrzehnte langer Erfahrung bearbeitet werden. Die Beschwerdestelle klärt den Fall ab und versucht zu vermitteln, sodass eine einvernehmliche Lösung gefunden werden kann.

Sind Sie überrascht, dass viele Reaktionen aus dem Bereich des Pflegepersonals kamen?

Nein, denn in der Pflege ist die Hierarchie zum Teil sehr stark. Wenn nun jemand aus der unteren Hierarchie-Stufe eine gute Idee hat, wird diese oft nicht wahrgenommen. Das ist allerdings nicht sachdienlich und wir sind sehr froh, wenn das Pflegepersonal sich bei der UBA meldet und auf Missstände aufmerksam macht.

Ein anderes Problem: Angehörige, die das Gespräch mit der Pflege- oder Heimleitung suchen, beissen oft auf Granit und fühlen sich nicht ernst genommen. Was raten Sie in einem solchen Fall?

Auch hier ist das Vorgehen gleich: Hat die Pflegeleitung kein Gehör für die Anliegen, so sollte man sich an die Heimleitung oder an den Stiftungsrat wenden. Bringt auch das nichts, dann hilft die UBA oder in gewissen Kantonen die Ombudsstelle weiter.

Gute Heime wissen, wie wichtig die Zusammenarbeit mit den Angehörigen ist. Das spart unter anderem auch Arbeitszeit ein. Angehörige übernehme Teile der Arbeit und steigern die Qualität massiv, wenn sie in den Heimalltag eingebettet werden. Das Dreieck Patient-Personal-Angehörige ist am wirkungsvollsten, wenn die Zusammenarbeit harmoniert. Eine solche Win-Win-Win-Situation zu erarbeiten, ist das Ziel der UBA.

Angehörige sind oft in einem Konflikt: Wie weit soll man gehen, wenn man etwas zu beanstanden hat? Unter Umständen riskiert man, dass der Patient noch schlechter behandelt wird. Ist diese Angst berechtigt?

Diese Angst ist eher nicht real. Das Heim ist interessiert daran, dass seine Patienten so gut wie möglich betreut werden. Aber es arbeiten Menschen dort. Deshalb ist eine unabhängige Beschwerdestelle sinnvoll. Sie weiss, wie ein Heim tickt und kann mit einer Mediation einen Ausgleich herbeiführen.

Alle Fragen aus dem Experten-Chat zum Thema Alters- und Pflegeheim finden Sie in diesem Chat-Protokoll:

09:37:40 Moderator Philip Kempf: Knochenbrüche, Blasenentzündungen, verschwundene Zahnprothesen - doch das Pflegepersonal merkt lange nichts davon. Angehörige von Heimbewohnern schlagen Alarm! «Kassensturz» über fehlende Kontrollen und ungenügende Qualitätsstandards in Schweizer Pflegeheimen. Der Chat findet am heute von 21:30 bis 22:30 statt. Stellen Sie ihre Frage jedoch schon jetzt. Sie wird dann heute Abend den Experten vorgelegt. Die Beiträge werden anonymisiert.
21:17:04 Moderator Philip Kempf: Guten Abend und herzlich willkommen. Die Experten geben ab 21:30 Uhr Auskunft. Herzlichen Dank für Ihre Geduld.
21:36:06 Albert Wettstein, UBA (Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter):
21:42:50 Markus Leser, Mitgl. d.-Geschäftsleitung von Curaviva: Frage: Sehr geehrter Herr Leser An wen kann ich mich wenden, wenn ich als Pflegehelferin SRK den Lehrabschluss als FaGe nach Art. 32 machen will? Freundliche Grüsse Antwort: Bitte rufen Sie bei CURAVIVA an und verlangen Sie Monika Weder (031/ 385 33 33). Sie kann Ihnen weiterhelfen
Frage von P. F., Bern: Gibt es eine Art "Schwarze Liste" von Heimen, bei denen Vorfälle der im Beitrag gezeigten Art gemeldet wurden? Wenn nein, warum nicht? Wäre das nicht unser aller Anliegen?
21:43:05 Antwort von Albert Wettstein, UBA (Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter): Es gibt keine schwarze Liste. Die UBA ist bemüht,zu vermitteln und zu helfen,dass ähnliche Fehler in Zukunft nicht mehr passieren.Krasse Fälle werden im Einverständnis mit den Meldenden den Aufsichtsinstanzen gemeldet, die Sanktionen ergreifen können und von Amtes wegen auch müssen. Albert Wettstein, UBA
Frage von D. K., Rüti: Was für einen Einfluss hat die Inanspruchnahme der Zeit der Pflegenden für das Ausfüllen der Pflegedokumentation, anstelle sich der Bewohnenden widmen zu können?
21:47:20 Antwort von Albert Wettstein, UBA (Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter): Alle sind bemüht, die " Büroarbeit" kurz und die Zeit bei den Patienten möglichst lang zu halten.Aber ohne Pflegedokumentation und Rapporte geht es nicht, würden viele gravierende Fehler entstehen. Moderne EDV-Dokumentationen helfen effizient zu kommunizieren. Albert Wettstein UBA
21:47:38 Markus Leser, Mitgl. d.-Geschäftsleitung von Curaviva: Frage: Was heisst eine diplomierte Fachperson? Gibt es auch in den Einzelnen Kantonen Vorgaben für Fachpersonal, wie zum Beispiel Personen mit einer FABE oder FAGE Ausbildung zum Beispiel für Alters- bzw. Behindertenheime? Antwort: Es gibt bei CURAVIVA eine Liste mit einer Ausbildungsübersicht, die Sie bei Monika Weder anfordern können (031/ 385 33 33) Betreffend kantonaler Vorgaben bitte ich Sie sich an ihr kantonales Gesundheitsdepartement zu wenden.
Frage von R. B., Luzern: Qualität kostet Geld. Leider wird im nicht Akademischen Bereich schlechte Löhne bezahlt so bleiben die Dipl. nicht lange im Business.
21:48:59 Antwort von Barbara Gassmann, Vizepräsidentin SBK : Die Löhne sollten der hohen Verantwortung und Anforderungen entsprechen. Zu oft wird von Wettbewerb im Gesundheitswesen gesprochen, wobei die Löhne vielerorts nachgewiesenermassen zu tief sind. Wichtig sind auch die übrigen Anstellungs- und Arbeitsbedingungen für die lange Verweildauer im Beruf: Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Führungskultur, Anerkennung der Arbeit in der Gesellschaft, den Qualifikationen und Kompetenzen entsprechenden Einsatz und Gestaltungsfreiheit bei der Arbeit usw.
Frage von T. G., Silenen: Was können wir als Pflegende tun, wenn wir solche schrecklichen Dinge beobachten und uns niemand ernst nimmt? Arbeite auf einer geschützten Wohngruppe, kann hinter sehr vielen Entscheidungen nicht stehen, doch niemand reagiert! Diplomiertes Personal wird herausgeekelt, Personal und Bewohner Leiden, Angehörige trauen nichts mehr zu sagen! Haben sie mir einen Lösungsvorschlag?
21:50:49 Antwort von Albert Wettstein, UBA (Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter): Getrauen sie sich, der Hierarchiestufe entlang bis ev. genz nach oben auf beobachtete Misstände aufmerksam zu machen.Wenn alles nichts nützt können sie aussenstehende Stellen beiziehen, sei es vom berufsverband oder die Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter UBA. Albert Wettstein
21:51:12 Markus Leser, Mitgl. d.-Geschäftsleitung von Curaviva: Das ist in der Tat schade. Leider hat die Pflegebranche keinen Einfluss auf die Stipendienvergabe. Ich werde Ihren Hinweis aufnehmen und dies intern besprechen, wie man motivierten Personen wie Ihnen finanziell helfen könnte
Frage von f. v., Zurich : Iv Kontroliert nicht und wir hatten 27 patienten x 4000 sfr monatlich ... ich habe gekundigt ich konnte es nicht mehre ansehen ..Menschen habe psychische problemen und Sucht und wir taten nicht.Ich was fast unbeliebt in Team weil ich wenigstends etwas versucht habe .habe 10 jahr durch gehalten.jetzt auszeit ..eben personal lauft weg.Also besser kontrolle von IV was machen wir mit patienetn für geld Und kontrolle nicht angemeldet ..schonen abend
21:52:51 Antwort von Barbara Gassmann, Vizepräsidentin SBK : In einer solch schwierigen Situation und bei erfolglosen Gesprächen mit den Vorgesetzten kann es sinnvoll sein, sich bei einem Berufsverband beraten zu lassen, wie vorgegangen werden kann. Es kann ev. sinnvoll sein, die Aufsichtsbehörde des Kantons zu informieren, was allerdings persönlichen Einsatz und Zivilcourage erfordert.
Frage von f. v., Zurich : Guten Abend .. also ich habe 10 Jahren in Heim gearbeitet in Zurich .Wir hätten Iv patienten .Leider ist durch Iv gar nicht kontroliert worden was kriegt patient für Betreuung.Wir haben gute Konzept aber weil es wird nicht kontrolieert durch IV stelle oder quilitatmagnement .1 x pro jahr hörte wir von Chefin.Achtung in 3 Wochen kommt jemand zum Kontrolle .Wir habe diesmal wirklich etwas in Kardex geschrieben , was wirklich selten passierte.Monaten lang wird nicht gewschrieben
21:53:56 Antwort von Albert Wettstein, UBA (Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter): Pflegedokumentationen wie z.B. Kardex sind wichtige Kommunikations- Dokumentations- und Qualitätssicherungsinstrumente. Nichts zu dokumentieren ist nicht nur verantwortungslos sondern auch illegal. Albert Wettstein UBA
21:55:16 Markus Leser, Mitgl. d.-Geschäftsleitung von Curaviva: Frage: Zählen fachangestellte gesundheit ( FaGe) auch zum diplomierten pflegepersonal? Antwort: Zwischen FAGE und dipl. Pflegefachpersonen HF oder FH gibt es den Unterschied, dass die Pflegefachpersonen auf einer Tertiärstufe ausgebildet werden. FAGE's zählen aber auch zur Kategorie Fachpersonal
Frage von U. U., Winterthur: Ich arbeite in einem Alterszentrum. Bei uns werden immer im gleichen abstand Gespräche mit Bewohner und Angehörigen und der Bezugsperson geführt. Die anliegen der Angehörigen sowie den Bewohnern werden sehr ernst genommen und wenn möglich umgesetzt. Wir sind auch knapp mit Diplomierten. Aber bei uns wurde aus spar gründen eine Stelle um 50% gesenkt. Wir würden uns über mehr Personal sehr freuen. Aber es muss gespart werden.....
21:56:13 Antwort von Barbara Gassmann, Vizepräsidentin SBK : Solche Meldungen hören wir leider sehr oft. Bei zu grossen Einsparungen könnte die bei Ihnen jetzt noch gute Kultur im Umgang mit Angehörigen gefährdet sein. Vielleicht können Sie Ihre Vorgesetzten darauf aufmerksam machen und auch auf die Gefahr hinweisen, von Qualitätseinbussen und erhöhter Personalfluktuation.
21:56:44 Markus Leser, Mitgl. d.-Geschäftsleitung von Curaviva: Frage: Guten Abend, meine Mutter ist in Pflegestufe 2 eingeteilt mit 21 Minuten, obwohl sie keine körperliche Pflege erhält. Begründet wird dies damit, dass sie diese 21 Minuten wegen Gesprächen zustande kommt. ür uns ist dies sehr unbefriedigend, da dies nicht nachvollziehbar ist. Was müssen wir tun,können wir Einsicht ins Protokoll verlangen? Antwort: Ich würde Ihnen raten mit Ihrer Bezugsperson oder der PDL zu sprechen. Grundsätzlich dürfen Sie Einblick in die Pflegedokumentation erhalten
Frage von T. G., Silenen: Was für eine Ausbildung muss eine Abteilungsleiterin einer geschützten Wohngruppe haben?
21:56:46 Antwort von Albert Wettstein, UBA (Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter): Das hängt von der Art der Bewohnenden ab und vom Kanton.Werden Pflegebedürftige betreut, muss meiner Ansicht nach unbedingt eine Diplomierte Pflegefachperson in der Institution tätig sei, nicht unbedingt als Leitende, aber mindestens als Fachverantwortliche. Albert Wettstein UBA
Frage von D. K., Rüti: @Frau Gassmann: und wer soll die hohen Löhne bezahlen? Die Krankenkassen sind aber ausschliesslich an Kosteneinsparungen interessiert. Warum wird dies nicht thematisiert?
21:58:26 Antwort von Barbara Gassmann, Vizepräsidentin SBK : Es ist klar, dass gute Qualität seinen Preis hat. Die Frage ist jedoch, was geschieht, wenn mangels kompetentem Personal schwerwiegende Pflegefehler wie im Beitrag gehört passieren - dadurch entstehen ungleich viel höhere Kosten und unwürdige Leiden von abhängigen Menschen. Das wollen wir nicht.
21:58:35 Markus Leser, Mitgl. d.-Geschäftsleitung von Curaviva: Bei Missständen würde ich mich direkt an die UBA in Ihrem Kanton wenden
22:00:13 Moderator Philip Kempf: Die drei Experten beantworten Ihre Frage. Für Statemenst, Kommentare oder Meinungen benutzen Sie bitte die Meinungsfunktion: http://www.srf.ch/konsum/themen/gesundheit/notstand-pflegeheim-miese-betreuung-und-ueberfordertes-personal#main-comments
Frage von J. L., Oberentfelden: Meine Mutter lebt seit 8 Jahren im Pflegeheim. Sie ist durch Hirnverletzungen stark fallgefährdet und darf auch im Rollstuhl nicht unbeaufsichtigt gelassen werden. Das Anstellen an einen Tisch, der das Abstossen mit den Füssen nicht erlaubt ist z. B. die einzige Variante. Da meine Mutter im 2-er-Zimmer wohnt, wurde sie nun bei NORO-Verdacht ihrer Mitbewohnerin als gesunde Person ebenfalls mit isoliert, also unbeaufsichtigt sich selbst überlassen. Krankenruf nicht bedienbar. Ist dies erlaubt?
22:02:31 Antwort von Albert Wettstein, UBA (Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter): Eine bewegungsunfähige oder gar fixierte Person muss die Möglichkeit haben nach Hilfe zu rufen. Das Heim ist verpflichtet dies sicherzustellen mit technischen Mitteln( z.B. Glocke) oder mit offenen Türen oder bei zu grosser Distanz mit Hilfsmittel, die Hilferufe an Personal weiterleitet( z.B. mit Babyfon ähnlichem Gerät, die wenig kosten). Albert Wettstein UBA
22:02:43 Markus Leser, Mitgl. d.-Geschäftsleitung von Curaviva: Bitte gehen Sie bei CURAVIVA auf die Homepage, dort sehen Sie unter Fachinformationen/ Dossier viele Infos zum Thema Personalentwicklung, u.a. auch die in der Sendung erwähnte Broschüre für einen attraktiven Arbeitsplatz
Frage von R. Z., Bern: Wo kann ich mich melden wenn ich solche Missstände als Pflegende,leitend, festgestellt habe, und ich nicht ernst genommen wurde. Bringt das überhaupt etwas?
22:02:58 Antwort von Barbara Gassmann, Vizepräsidentin SBK : Es ist wichtig, dass gerade wir Pflegenden Missstände aufdecken, dies entspricht unserem ethischen Kodex. Wenn Sie bei Ihren Vorgesetzten, z.B. Pflege- oder Heimleitung nicht ernst genommen werden, wenden Sie sich an eine Vertrauensperson im Stiftungsrat oder Vorstand. Es ist empfehlenswert, sich beim Berufsverband über das geschickteste Vorgehen im konkreten Fall beraten zu lassen. Z.B. SBK Sektion Bern. Viel Erfolg!
Frage von U. U., Winterthur: Antwort an Frau Gassmannn. Ich bin ganz Ihrer Meinung! Aber leider kommen die Sparmaßnahmen von ganz oben! Wir müssen es umsetzten. Wir geben unser bestes.
22:06:44 Antwort von Barbara Gassmann, Vizepräsidentin SBK : Sie haben Recht, es ist eine grosse Politische Frage, wie wir als Gesellschaft mit dem Thema Alter umgehen und welche finanziellen Ressourcen dafür bereit gestellt werden. Daher ist es wichtig, sich im Berufverband zu organisieren, um der Ohnmacht als Einzelperson etwas entgegen zu setzen.
Frage von s. b., 3432 Lützelflüh: Herr Schmetzer hat ganz klar das Hauptproblem deutlich formuliert. Es gibt in den AltersPflegeheimen zuwenig qualifiziertes Personal. Häufig heisst es man finde keine Fachkräfte, oft nimmt der Betrieb, aus Kostengründen, wenig qualifiziertes Personal. Heute gilt auch für diese Institutionen, kostengünstig arbeiten. Die wenigen dipl.Fachkräfte haben schon alleine mit der ganzen Administration und Organisation soviel Zeit vom direkten Kontakt zum Mitmenschen dass es
22:07:13 Antwort von Albert Wettstein, UBA (Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter): Pflegekader haben eine sehr wichtige Funktion in der Unterstützung, Anleitung und Kontrolle der angelernten Hilfskräfte und in der Kommunikation mit den Angehörigen. Es ist deshalb angebracht, dass sie von Arbeiten, die auch Büropersonal erledigen können, entlastet werden durch die Anstellungvon geeignetem Sekretariatspersonal. Albert Wettstein UBA
Frage von V. G., 3027 Bern: Ich habe heute einen Teil der Sendung gesehen betreffend der Missstände in Altersheimen. Ich hbe dazu eine Frage die die FAGE Ausbildung betrifft
22:08:07 Antwort von Moderator Philip Kempf: Bitte stellen sie die Frage.
Frage von C. G., Uster: Vielen Dank für den Beitrag zu diesem Thema. Unsere negativen Erfahrungen mit Tertianum Huob in Pfäffikon hat uns als Angehörige sehr nachdenklich und auch traurig gemacht. Wäre es möglich ein Internetforum mit Erfahrungen von Angehörigen aufzuschalten?
22:08:58 Antwort von Markus Leser, Mitgl. d.-Geschäftsleitung von Curaviva: Das wäre sicher eine gute Idee. Ich empfehle aber auch Gesprächskreise für Angehörige zu besuchen, um sich direkt unter Gleichgesinnten treffen zu können.
Frage von A. B., Belp: Meine freundin arbeitet in einem alters pflegeheim. Sie ist fage wird aber eingesetzt als diplpmierte pflrgefachfrau. Sie muss alleine nachtwach machen hat also die verantwortung für 45 bewoner. Ist das nicht etwas unverantwortlich da das nicht in ihren kompetenzen als fage ist. Wenn sie schon als diplomierte eingesetzt wird dürfte sie wenigstens mehr lohn anfordern?
22:10:32 Antwort von Albert Wettstein, UBA (Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter): FaGe haben eine gute 3-Jährige Ausbildung -oft spezifisch in Heimen-hinter sich.Sie können dehalb auch Verantwortung übernehmen. wichtig ist, dass sie Pflegekaderpersonen oder Ärzte beiziehen können, wenn es ihnen nötig erscheint. Albert Wettstein UBA
Frage von M. R., Kreuzlingen: @Herr Leser Gibt es Stiftungen die junge motivierte Leute im Pflegebereicht unterstützen? Ich habe von vielen FaGes gehört, dass sie wegen dem tiefen Lohn die Weiterbildung nicht machen können.
22:12:08 Antwort von Markus Leser, Mitgl. d.-Geschäftsleitung von Curaviva: Leider ist mir hierzu nichts bekannt. Eine Möglichkeit wäre, dass Sie meiner Kolegin Monika Weder mailen (m.weder@curaviva.ch). Sie hat eine grosse Erfahrung auf diesem Gebiet.
Frage von U. U., Winterthur: Die Krankenkasse fordern genaue angaben über die erbrachten Leistungen! Das braucht seine Zeit und wird auch immer mehr. Das geht bei der Betreuung ab. Wir sind aber sehr bestrebt unsere Bewohner gut zu betreuen.
22:12:10 Antwort von Barbara Gassmann, Vizepräsidentin SBK : Dass Rechenschaft über die Leistungen gegeben werden muss, ist gesetzlich vorgeschrieben. Die gut nachvollziehbare und professionelle Dokumentation der Pflege ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit einer Pflegefachperson. Sie muss im Arbeitspensum berücksichtigt werden und dürfte nicht zur Reduktion der Betreuung führen. Es ist wichtig, dass auch die für die Pflege Verantwortlichen genügend Kontaktzeit mit Patienten/Bewohnerinnen und deren Angehörigen verbringen können, um gut über die Situationen informiert zu sein.
Frage von M. D., Prèles: Ich arbeite seid 24 Jahren in der Pflege. Wie Sie sagen als hilfskraft.Alle sagen man sollte mehr mit Diplom haben,eigenartig das ausgerechnet die ohne Diplom zum teil aufmerksammer sind. Wenn wir zum beispiel auf einen Oberschenkelfraktur hinweisen und 4 Tage vergehen bis endlich gehandelt wird,frage ich mich doch was das mit einem Diplom zu tun hatt?
22:14:17 Antwort von Markus Leser, Mitgl. d.-Geschäftsleitung von Curaviva: Da haben Sie vollkommen Recht, ein Diplom alleine hilft nicht Fehler zu vermeiden.
Frage von I. E., Regensdorf: Meine Mutter ist seit ca 5 Jahren im Pflegeheim seit der neuen Taxordnung haben wir bzgl. Preise resp. Kosten keinen klareren Überblick (Hotellerie, kaufen von Pflegeprodukten etc. ) seit Neuem teilt mir das Pflegepersonal ! nicht Pflegeleitung mit, dass NEU WIR den Rollator und Rollstuhl selber kaufen müssen?! Ist das zulässig, müsste das zur Verfügungstellen des Mobiliars nicht in den Heimkosten integriertsein?
22:14:53 Antwort von Albert Wettstein, UBA (Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter): die Leistungen werden je nach Taxordnung pauschal oder nach Einzelleistungen abgerechnet. Natürlich müssen in einem Pflegeheim auch für temporären Gebrauch oder Notfälle Hilfsmittel zur Verfügung stehen. Es ist aber auch möglich, dass die Anschaffung eines solchen verlangt wird, wenn jemand ein solches dauernd benötigt. Albert Wettstein UBA
22:16:09 Markus Leser, Mitgl. d.-Geschäftsleitung von Curaviva: Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihr Vorhaben.
Frage von A. F., Trüllikon: Wie viel Fachpersonal muss ein Alters- bzw. Behindertetenheim im Kanton Zürich haben? Welche Berufsleute gehören zum Fachpersonal?
22:18:16 Antwort von Barbara Gassmann, Vizepräsidentin SBK : Zum Fachpersonal mit Diplom gehören: dipl. Pflegefachfrauen und -männer mit Diplomen in allgemeiner, psychiatrischer Kinderkrankenpflege, Pflegefachpersonen mit DN1 und DN2, Pflegefachpersonen mit Diplom Höhere Fachschule resp. Fachhochschule. Zum Fachpersonal mit Eidg. Fähigkeitszeugnis gehören Fachfrau/Fachmann Gesundheit resp. im Bereich Behindertenheim Fachfrau/Fachmann Betreuung. Wie die Situation in Heimen des Kantons Zürich aussieht, können Sie im Amt für Altersfragen bei der Gesundheitsdirektion in Erfahrung bringen.
Frage von s. M., Bern: Wie so kann der Kanton nicht die Arbeitslosen, in der Betreuung Integrieren? Mit den Bew, spazieren, vorlesen, usw.?
22:19:52 Antwort von Albert Wettstein, UBA (Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter): Nur ein kleiner Teil von Arbeitslosen in der Schweiz haben die Fähigkeiten hilfsbedürftigen alten Menschen kompetent zu beizustehen und zun helfen. Diese werden auch in entsprechende Weiterbildungen z. B. Pflegehelferkurse des SRK vermittelt und finden dann Stellen.Würde jemand aber dazu gezwungen , wäre das für die Betagten kein Gewinn sondern eine Gefahr! Albert Wettstein UBA
Frage von s. M., Bern: Guten Abend,Ich habe so eben den Beitrag im TV gesehen. Ich Arbeite selber als Pflege-HF in einem Heim. Solche Sachen habe ich auch erlebt, deswegen auch den Arbeitsplatz gewechselt. Ich bin der Meinung das sind die Inkompetente Stationleitungen, die das Tagesgeschehen nicht sehen, denn das Büro muss auch gemacht werden!! In einem Heim braucht es BEZUGSPFLEGE ink. Angehörige!
22:20:40 Antwort von Barbara Gassmann, Vizepräsidentin SBK : Ich teile Ihre Meinung! Hoffentlich haben Sie beim Austrittsgespräch Ihrem ehemaligen Arbeitgeber Ihre Begründung für den Stellenwechsel ehrlich mitgeteilt. So kann ein Verbesserungsprozess angestossen werden.
Frage von D. K., Rüti: Zeit ist Qualität im Pflegebereich. Wenn das Personal diese nicht bekommt, nützen auch die ganze ISO Zertifizierung (AHZ) gar nix! Entlasten sie das Personal vom total übertriebenen Dokumentationswahn und sie können sich das (viel zu teure) QM Management sparen. Etwas näher zur Basis rücken, meine Damen und Herren in den Bürostühlen.
22:24:34 Antwort von Albert Wettstein, UBA (Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter): Es geht darum ein gesundes Mass zu finden zwischen zu geringer(= gefährlichen)und zu detailierten, unnötigen Dokumentation. Dies ist nicht immer leicht aber eine wichtige Aufgabe für Kader aller Stufen. Hilfreich sind Pauschalvergütungen basierend auf Durchschnittswerten, sehr zeitaufwendig sind Einzelleistungsverrechnungen, wie sie heute leider von vielen Krankenkassen verlangt werden! Albert Wettstein UBA
Frage von s. b., 3432 Lützelflüh: Mein Beitrag denkt nicht in Qualifikationsstufen, die Sozialkompetenz ist, da bin ich gleicher Meinung nicht vom Ausbildungsstandard ab. Es geht um "Würde im Alter", Bedürfnisse ernstnehmen und individuell in die Pflege einbringen.Moral und Ethik sind wichtige Grundvoraussetzungen dafür,
22:28:20 Antwort von Barbara Gassmann, Vizepräsidentin SBK : Das stimmt und trotzdem führt eine gründliche Ausbildung zu erhöhter Problemlöse-Fähigkeit, und dazu, schwierige Situationen besser einordnen und bewältigen zu können. Studien zeigen zudem, dass je besser die Ausbildung, je länger die Verweildauer im Beruf ist. Das zahlt sich auch für die Arbeitgeber langfristig aus. Es ist klar, dass wir in der Pflege sehr viele Leute brauchen. Diese jedoch gut anzuleiten, Führung wahrzunehmen, Verantwortung zu tragen, mit kulturellen Unterschieden gut umzugehen und einen einfühlsamen Umgang mit kritischen Angehörigen zu pflegen, ist ein hoher Anspruch, der entsprechende Aus- und Weiterbildung verdient. Das bereichert auch diesen Beruf entscheidend.
Frage von I. E., Regensdorf: Seit die Hilflosenentschädigung nicht mehr direkt an die Heime geht und die Heimleitung unter dem Vorwand QS Veränderungen anbringen kann, wurden viele Stellen gestrichen. Ob das wirklich sparen ist, ist sehr fraglich; die Qualität hat auf alle Fälle STARK gelitten und oft bringen Umstrukturierungen grosse Personalschwankungen - Kosten! mit sich
22:28:40 Antwort von Albert Wettstein, UBA (Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter): ob Hilflosenentschädigung an Heime oder die Zahlenden geht ist irrelevant. Jedes Heim kann alle Kosten, die es verursacht weiterverrechnen, wenn es will, resp. wenn es sich dann damit nicht wegen zu hohen Preisen aus dem Markt befördert. Gute Heime finden jedoch immer Klienten, auch wenn es kostet. Albert Wettstein, UBA
22:32:40 Moderator Markus Leser, Mitgl. d.-Geschäftsleitung von Curaviva: Sehr geehrte Zuschauerinnen und Zuschauer. Der Chat ist beendet. Wir danken Ihnen für das rege Interesse und bitten um Verständnis, wenn ihre Frage nicht berücksichtigt werden konnte. «Kassensturz» wünscht Ihnen einen schönen Abend. Auf Wiedersehen.
Frage von s. M., Bern: sehr geehrte fr. Gassmann, wenn es keine änderungen zu sehnen gib, kann ich mich an ihnen wenden oder an eine andere stelle? Ich sehe keine änderung bis jetzt.
22:32:51 Antwort von Barbara Gassmann, Vizepräsidentin SBK : Wenn Sie Dipl. Pflegefachfrau oder Fachfrau Gesundheit sind, wenden Sie sich an die Sektion Bern des SBK und werden Sie Mitglied, falls Sie es nicht bereits sind.
22:33:34 Markus Leser, Mitgl. d.-Geschäftsleitung von Curaviva: Der Fachkräftemangel wird u.a. dadurch verursacht, dass es noch immer zu wenig Berufsnachwuchs gibt, bei gleichzeitiger Zunahme älterer und hochbetagter Menschen. Zum Glück ist die Nachfrage nach FAGE-Ausbildungen, wie Sie richtig bemerken, schon an 3. Stelle
Quelle: SRF